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Samstag, 4. Juli 2015

Lied zur Hausarbeit

sangbar nach EG 491

Nachdem die Sonne sank,
fang ich heut an zu bügeln,
obgleich die Hitze quält,
muss ich doch Wäsche glätten.

Denn morgen will ich frei
im Chor mein Stimm' erheben.
Doch durch solch Zeitvertreib
die Hausarbeit versauert.

Auch Freitag steht mein Sinn
nach Party mehr denn Eisen,
darum will ich auch heut'
die Wäscheleine räumen.

Denn in dem Korbe harrt
auch schon verschmutztes Linnen,
auf dass nach 60 °
es strahlend weiß erblühe.

Dienstag, 21. April 2015

Mütze ade

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Mütze ade, scheiden tut weh.
Du fährst gen Blankenloch,
Ich steh am Kronenplatz noch.
Mütze ade,
scheiden tut weh.

Mütze ade, Du bist passee.
Mich verlässt nicht der Mut,
ich trag an Ostern Hut.
Mütze ade,
Du bist passee.

Mütze auf bald,
Glatze mein kalt.
Wirst Du im Fundbüro sein,
sack ich Dich wieder ein.
Mütze auf bald,
Glatze mein kalt.

(Trotz Unregelmäßigkeiten im Versmaß sangbar)

Mittwoch, 19. Februar 2014

Männer-Wegschick-Lied

Neuer geistlicher Dünnschiss einem ebensolchen Liede nachempfunden.

Nach jeder Strophe kommt der tiefsinnige Refrain.
Refrain: La la la la ...

Wenn eine sagt: „Ich mag Dich Du,
doch Du siehst scheiße aus.”
Dann krieg ich eine Riesenwut
und streck’ die Zunge raus.

Wenn eine sagt: „Ich brauch Dich nicht.
Ich schaff’ es gut allein.”
Frag' ich mich, was kann ich dafür,
dass ich stink wie ein Schwein.

Wenn eine sagt: „Geh nicht mit mir,
dein Taint ist matt und blass.”
Vertröst’ ich mich aufs Altenteil,
vielleicht ha'm wir dann Spaß.

Sie sagt zu mir: „Ich hab Dich lieb,
ich wär’ so gern Dein Freund.”
Doch ich verspüre keinen Trieb,
wir bleiben ungereimt.

Freitag, 12. Februar 2010

An meinen Sony Multiscan E530

Lied nach der Melodie "Hört der Engel helle Lieder" zu singen.


1. Hört der Röhre helle Lieder
klingen im hohen Frequenzbereich,
und die Farben gelb und lila
flackern auf mal hart mal weich.

Refrain:
Wann implodierst du endlich,
du alter Kasten?
Ich will dich bersten hör’n
und natürlich sehen. (wiederholen)

2. Sandte stets dir die Signale
so im Hundert-Hertz-Bereich,
pflegte Deine baige Schale
einer guten Freundin gleich.

3. Doch auch du bist nur ein Wesen
aus gar flücht’ger Grundsubstanz
somit ist dein technisch Streben
alter öder Mummenschanz.

4. Dein Hinscheiden ist beschlossen.
Scheinst mir lang schon matt und schwach.
Statt Deiner wird angeschlossen
ein Gerät gar schlank und flach.

5. Grollst Du mir des mit Geflacker,
der Du diese Zeilen zeigst.
Lass dir sagen, alter Knacker,
dass Du damit nichts erreichst.

6. Demnächst wirst Du abgeklemmet.
kurz und schmerzlos wird das sein.
Grabe dich, auch wenn du flennest,
dann im tiefen Keller ein.

7. Schmeiße Dich nicht vom Balkone,
trage Dich höchst selbst hinab.
Wird mir sein der schönste Lohne,
dass ich vor dir Ruhe hab’.

Montag, 2. Juli 2007

Komm, spreng ein Haus

Refrain:
Komm, spreng ein Haus,
das eh nur stört.
Fäll’ einen Baum,
der dir gehört,
und verfeure das Dreckszeug im Kamin,
und verfeure das Dreckszeug im Kamin!

Strophen:
1. Lad' viele Ratten in das Haus
und fütt're sie mit Rattenschmaus,
lass sie sich dort ernähren,
wo ihnen dann das Ende naht,
lass sie sich dort ernähren,
bis der Dachstuhl fällt.

2. Lad viele Mäuse in das Haus,
leg ihnen frischen Käse aus,
stell ihnen viele Fallen,
dass du die Leiber knacken hörst,
stell ihnen viele Fallen,
oder sprenge schnell.

3. Lad Ungeziefer in das Haus,
es rottet sich am schnellsten aus
mit Sprengstoff der doll donnert
aus guter deutscher Wertarbeit,
mit Sprengstoff der doll donnert
wird's ein Heidenspaß.

(Zu singen nach der Melodie des volkstümelnden Kirchenschlagers "Komm, bau ein Haus")

Repetitve Gesänge II

Seufze, schon wieder ist es Morgen,
Seufze, schon wieder ist es Tag,
Seufze, daß Du zu lange wieder in der Bar rum lagst.

Seufze, für all die miesen Tropfen,
Seufze, für all den schlechten Wein.
Seufze, es war 'ne Schädelstätte, ganz und gar nicht klein.

Seufze, Du mußt zur Arbeitsstelle,
Seufze, das machst Du gar nicht gern.
Seufze, Du wünschtest Dich im Urlaub, weiter weg und fern.

Seufze, all diese Traurigkeiten,
Seufze, dieses verlogne Wort,
Seufze, all diese Rattenfänger hier an diesem Ort.

Seufze, die Gram kennt keine Schranken,
Seufze, sie hält mich fest daran,
Seufze, ach Wein, ich will Dir seufzen, daß ich seufzen kann.

[nach "Danke für diesen Morgen"; Anmerkung: Jede Strophe kann jeweils einen Halbton tiefer angestimmt werden.]

Repetitive Gesänge

Du hast uns, Bier, gerufen und darum sind wir hier,

Du hast uns, Bier, gerufen und darum sind wir hier,

Wir sind jetzt Deine Gäste und danken Dir,

Wir sind jetzt Deine Gäste und danken Dir.


Du legst uns Deine Hefe und Deine Gärung vor,

Du legst uns Deine Hefe und Deine Gärung vor,

Bier öffne unsere Münder und unser Ohr,

Bier öffne unsere Münder und unser Ohr.


Zerstreue die Gedanken und schick uns Deinen Geist,

Zerstreue die Gedanken und schick uns Deinen Geist,

der uns Verdrängen lehrt und Vergessen heißt,

der uns Verdrängen lehrt und Vergessen heißt.


Wenn wir jetzt weiterschwanken, dann sind wir nicht allein,

Wenn wir jetzt weiterschwanken, dann sind wir nicht allein,

der Kindergottesdienst wird uns quälen fein,

der Kindergottesdienst wird uns quälen fein.


Wir nehmen seine Worte und Lieder mit nach Haus,

Wir nehmen seine Worte und Lieder mit nach Haus,

und kotzen unsere Seele erinnernd aus,

und kotzen unsere Seele erinnernd aus.


Er hat mit seinen Liedern gezeigt, was Quälen ist,

Er hat mit seinen Liedern gezeigt, was Quälen ist,

Laßt uns endlich vergessen den ganzen Mist,

Laßt uns endlich vergessen den ganzen Mist.


[zu singen auf die Melodie von "Du hast uns, Herr, gerufen", Silberpfeil Nr. 600]

Freitag, 8. Juni 2007

Willkommen, Gipfel und Abschied III

Abschied

Gottlob, schon mit der Abendsonne
efreut der Abschied mir das Herz.
In euren Stricken falscher Wonne
glaubtet ihr mich. Ist das ein Scherz?
Ich ging, ihr glotzt und saht zur Erden,
und saht mir nach mit keinem Blick.
Und doch, welch Glück, gewählt zu werden!
Und danach Friede heucheln, welch ein Glück!

Donnerstag, 7. Juni 2007

Willkommen, Gipfel und Abschied II

Gipfel

Euch sah ich, und die milde Freude
Floß von des Hasses Blick auf mich;
Nie war mein Herz an eurer Seite,
Denn was ich mach, mach ich für mich.
Ein konsensleugnendes Staatsmanngrinsen
Umgab gar jegliches Gesicht,
Aufmerksamkeit für mich – ihr Götter!
Ich hofft es, doch verdien sie nicht!

Dienstag, 5. Juni 2007

Willkommen, Gipfel und Abschied I

Willkommen

Es schlug mein Herz, geschwind zu Pferde!
Es war getan fast eh gedacht.
Der Abend wiegte schon die Erde,
Und auf der Ostsee hing die Nacht;
Schon stand im Nebelkleid die Meute,
Ein aufgetürmter Riese, hie,
Die "Bush go home" aus dem Gesträuche
Mit tausendfacher Stimme schrie.

Der Mond wie eine deutsche Göre,
Sah kläglich aus dem Duft hervor,
Der Fundis widerliche Chöre,
Umsausten schauerlich mein Ohr;
Deutschland schuf tausend Ungeheuer,
Doch frisch und fröhlich war mein Mut:
Wenn ich den Klimaschutz verschleier
Dann geht es mir beim Abschied gut!

Montag, 4. Juni 2007

Oh komm, du Geist der Wahrheit

ein verspätetes Pfingst- und vorsorgliches G8-Lied

Oh komm, du Geist der Wahrheit,
und kehre bei uns ein,
verbreite Licht und Klarheit,
verbanne Trug und Schein,
denn wir vermissen alle,
ein ehrliches Geschick,
es stellt sich uns als Falle
und nennt sich Politik.

Auf einem Damme tagen,
der heilig auch noch sei,
acht Pfeifen, die es wagen,
zu sagen: "Ihr seid frei,
die Meinung frei zu sagen,
doch leise dieses tut,
wenn Gegengipfel tagen,
geraten wir in Wut.

Drum sperren wir uns alle
in einen Schutzraum ein."
Die drahtgestählte Halle,
ein Bonzenbunker sein
soll, Kritiker behaupten.
"Welch linkisches Gewäsch!
Solch hochmoderne Bauten,
sind terrorischtefescht."

Oh wahrlich, wir verdienen,
solch Phrasendrescher nicht,
kritigschwangere Mienen,
die lieben diese nicht.
Das Dumme ist es walten,
die Geister die man rief?
was sie letztendlich schalten,
findet man dennoch schief.

Lüge und Torheit brüsten,
sich frecher jetzt als je,
darum musst du uns rüsten,
du holde Wahreitsfee,
mit Ohren um zu hören,
was vorgelogen wird,
mit Worten zu zerstören,
was medial dort irrt.

Oh komm du Geist der Wahrheit,
durchströme auch die zwei,
die meinen in der Klarheit,
dass demokratisch sei,
Krieg, Morden und vertuschen,
ihr liebstes Kampfgerät
die aber plötzlich kuschen,
wenns um die Wahrheit geht.

Hilf, dass wir niemals kuschen
und reden frei heraus,
trotz Putins und trotz Bushen,
dass niemals sterben aus,
die Menschen die noch denken
in Zahlen größer acht,
magst einige uns schenken,
sonst Erde gute Nacht.

Diese Strophen können zur Melodie des gleichnamigen Chorals gesungen werden, EG (Evangelisches Gesangbuch) Nr 136 und 243

Herzlich Willkommen

Im Gelegenheitsgedicht gehen Theiresias und Krokowski ihrer herzallerliebsten Beschäftigung nach: dem Dichten. Zwischen Jamben und Trochäen bahnen sie sich durch Blankvers und Hexameter mit Hilfe von Stab- und sonstigen Reimen den Weg im Dschungel der Worte, reden manches Mal im Einfluss von zu viel Ambrosia mit gespaltener Zunge und fabrizieren dabei Poesie zwischendurch.